Hausboot

Mit zwei Gästen aus London machten wir uns auf, den Nachmittags Game-Drive zu geniessen. Leider meinte das Wetter es immer noch nicht gut mit uns. Dafür bekamen wir die einzigen beiden Löwen des Parks zu Gesicht. Die schliefen gemütlich im hohen Gras und liessen sich von uns bei ihrem Nickerchen nicht stören. Leider blieben andere spektakuläre Wildtiere ausser Sicht. Am anderen Morgen lachte die Sonne und auch den Tieren schien dies zu gefallen. Wir begegneten Zebras, Giraffen, Gnus, Oryx, Kudus, Warzenschweine und Elefanten in Hülle und Fülle. Am Nachmittag sahen wir sogar die Nashornfamilie wieder. Diesmal war Frau Nashorn etwas über ihren Gatten verärgert und zickte herum. Immer wenn er sich nähern wollte, schnaubte sie ihn böse an und er musste wieder Abstand nehmen. Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang gab es dann z’Nacht im Freien mit Lagerfeuer und lecker Kudu-Filet. Den letzten Morgendrive haben wir dann ausgelassen, damit wir fit für die Weiterfahrt waren. Nach einer Nacht in Plettenbergsbay (wo wir Yvonne wieder getroffen haben), fuhren wir mit kribbeligem Bauch weiter. Denn: 2 Nächte in Knysna auf dem Hausboot standen auf dem Programm. Nach einer gründlichen Instruktion mit Prüfung waren Kapitän Markus und 1. Offizier Susanne ready to go. Wir tuckerten langsam in der Lagune herum in Richtung erster Schlafplatz. Das Festmachen an der Boje gelang beim ersten Versuch!! dank dem Fahrstil des Kapitäns und der Treffsicherheit des ersten Offiziers. Das sonnig heisse Wetter hätte eigentlich zum Schwimmen eingeladen, doch war das Wasser wegen Flut viel zu kalt. So gab es dann den ersten Apero und anschliessend einen Braai auf dem Weber Mini-Q. Ein vorbeiziehendes Gewitter verdeckt leider die Sicht zu den Sternen. Dafür kamen wir in den Genuss eines Seelöwen, der um unser Boot herum Fische jagte, den wir jedoch mehr hören als sehen konnten. Nach der Dusche am nächsten Morgen zog Markus seine Shorts an und entdeckte einen Schwarzen Fleck. Schock !!! Irgendwie hatte sich ein Skorpion in unser Gepäck geschmuggelt und krabbelte nun auf Markus’s Hose herum. Geistesgegenwärtig nahm er die Grillzange und brachte dem Skorpion das Schwimmen bei. Ob dies erfolgreich war, wissen wir nicht, doch der Schreck sass. Später haben wir dann erfahren, dass schwarze Skorpione zum Glück nicht giftig sind, sondern etwas schmerzhafter als ein Bienenstich. Zum Glück wurde Kapitän Markus nicht gestochen. Wir nahmen dann Fahrt auf, um pünktlich mit der Ebbe unter einer ungenutzten Eisenbahnbrücke durchzufahren. Diese kann nur bei Ebbe passiert werden, da sie zu niedrig ist. Unser Zeitfenster im hinteren Teil der Lagune betrug 3 Stunden. Eigentlich ausreichend, wenn wir nicht auf eine Sandbank aufgelaufen wären. Schock Nr. 2 !!! Jegliche Manöver von der Sandbank herunter zu kommen misslangen. So blieb uns nur noch der Griff zum Telefon. Wie peinlich. Zuerst sagte man uns: Anker werfen und die Flut abwarten. Doch da wir das Boot am nächsten Morgen abgeben mussten und das nächste Zeitfenster für die blöde Brücke erst wieder am anderen Morgen um 10.50h gewesen wäre, eilte Hilfe herbei. Zuerst versuchten wir mit vereinten Kräften, im Schlick stehend, das Boot raus zu ziehen. Erfolglos. Also hiess es: Warten bis das Wasser steigt. Nach etwa drei Stunden freuten wir uns über eine Handbreit Wasser unterm Kiel. Das Problem war jetzt nur noch diese dämliche Brücke. Einer der Helfer übernahm das Ruder und eine Stunde nach dem Zeitfenster fuhren wir mit eingezogenen Köpfen unter der besch… Brücke hindurch. Auch diesen Schock ohne Schaden überstanden! Danach verliessen uns die Helfer wieder und wir fuhren zum Ankerplatz vom Vorabend. Den anschliessenden Apero hatten wir uns redlich verdient. Jetzt freuen wir uns auf Arniston. Liebe Grüsse vom Knysna Houseboat, noch Kapitän Markus und erster Offizier Susanne

knysna

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